Schon bald 60 Jahre, seit 1968, unterstützt die Hildegardisschule die Arbeit der Franziskaner im Bundesstaat Maranhão im Nordosten Brasiliens. Bacabal ist der Name der Stadt, in dem das Projekt seinen Anfang nahm. Hier wirkte der Franziskanerpater Josef Schlütter, der die Schulgemeinschaft durch seine Briefe und Besuche über seine Arbeit mit den Armen und Benachteiligten auf dem Laufenden hielt. Schüler*innen der Fachschule für Sozialpädagogik ließen sich anstecken und wollten helfen. Sie bastelten Adventskalender für den Verkauf, dessen Erlös nach Brasilien ging. Aus diesen Unterstützungsaktionen entwickelte sich der Bacabal-Solidaritätstag, der seit 1976 traditionell am dritten Samstag im November stattfindet.
In den achtziger Jahren wurde Frei Josef Schlütter von Bacabal ins ca. 100 km entfernte Sao Luis versetzt. Von da an unterstützte die Hildegardisschule die neu gegründete Frei Alberto Schule in Sao Luis, hielt aber für das Projekt am Traditionsnamen ‚Bacabal’ fest.
Früh gründete sich an unserer Schule die Bacabal-Gruppe, die bis heute – selbstverständlich in anderer personeller Zusammensetzung – fortbesteht. Es handelt sich um eine offene Arbeitsgruppe von Lehrerinnen und Lehrern sowie Schülerinnen und Schülern, die das jährliche Bacabal-Projekt klassen- und schulformübergreifend managt.