Entwicklungsstationen des Bacabal-Projekts 1968 - 2003

1968

Schwester Hedwiga Stoffels, Kunsterzieherin an der Fachschule für Sozialpädagogik (FSP), begegnet dem Franziskanerpater Josef Schlütter. Er wirkt als Missionar in Bacabal, einer Stadt und Diözese im Nordosten Brasiliens (Bundesstaat Maranhao), und befindet sich gerade auf Heimat-urlaub. Sein Vortrag beeindruckt Schwester Hedwiga derart, dass sie zusam-men mit ihren Mitschwestern Puppen und anderes Spielzeug bastelt und es Pater Josef für die Kinder in Bacabal mitgibt.

1971

Bei einem erneuten Heimaturlaub bringt Pater Josef als Dank einen Rosen-kranz aus Babacu-Nüssen mit, den die Eltern der beschenkten Kinder gefer-tigt haben. Die Babacu-Palme ist die Lebensgrundlage der Armen im Nord-osten Brasiliens.

Ihren Schülerinnen zeigt Schwester Hedwiga Dias über das Leben der Men-schen in Bacabal und über die Arbeit von Pater Josef.

1973

Während der Adventszeit stellt Schwester Hedwiga zusammen mit ihren Schülerinnen Kalender im Kunstunterricht her. Mit dem Verkaufserlös wird die Arbeit von Pater Josef gefördert. Sie findet bald intensive Unterstützung durch das Kollegium, besonders durch das Engagement der Kollegin Ursula Rehberg.

1976

Alle Klassen der FSP veranstalten zum ersten Mal einen Aktionstag mit Cafeteria, Theaterspiel für Kinder und selbst hergestellten Kaufangeboten (Spielzeug, kunstvolle Keramik u.a.m.).

1978

Im Dezember findet der erste Aktionstag der gesamten Hildegardisschule statt. Die FSP befindet sich nämlich bis 1978 in Trägerschaft des Bistums Münsters und wird dann in die Hildegardisschule integriert.

1980

Hauswirtschaftliche Produkte, z.B. Leckereien und Textilien, bereichern das Kaufangebot. Pater Josef wird von Bacabal nach Sao Luis versetzt. Der Traditionsname "Bacabal“ bleibt.

1981

Der Aktionstag erwirtschaftet 22.000 DM. Das Geld wird der Frei-Alberto-Schule in Sao Luis überwiesen. Es handelt sich um eine Vor- und Grund-schule in Trägerschaft des Franziskanerordens für 1.200 Kinder aus den Armenvierteln von Sao Luis. Der Unterricht findet in 32 sogenannten Schul-kapellen statt, d.h. in Mehrzweckräumen aus Lehm und Holz, die sowohl für Gottesdienste als auch für unterrichtliche Zwecke genutzt werden.  

1983

Das Bacabal-Projekt erhält seine bis heute gültige Grundstruktur: Informations- und Aktionstage finden ca. drei Wochen vor dem Solidari-tätstag statt; der Solidaritätstag wird jeweils am 3. Samstag im November durchgeführt.

1992

Pater Josef wird nach Piripiri im Bundesstaat Piaui versetzt. Hier wendet er sich vornehmlich der Landbevölkerung zu, die mit extremen Lebensbedin-gungen fertig werden muß. Die Hildegardisschule hält weiterhin am Tradi-tionsnamen "Bacabal“ fest.

1996

Nach einem Schulwettbewerb entscheidet sich die Jury, bestehend aus Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern, für ein neues Bacabal-Logo. Es stammt von Nicole Bendig (FSP).

1997

Bevor Pater Josef im Bundesstaat Roreima (Amazonasgebiet) eine neue Aufgabe übernimmt, besucht er im April die Hildegardisschule.
Zum ersten Mal besucht uns im Juni Pater Ewald Dimon, der seit 1995 als Verwaltungsdirektor die Frei-Alberto-Schule führt.
Am 24. Juni beteiligt sich die Hildegardisschule am 2. Solidaritätsmarsch der münsterschen Schulen. Das Bacabal-Projekt erhält einen Anteil des Erlöses.
Mit Dr. Johann Heck besucht zum ersten Mal in der Geschichte des Bacabal-Projekts ein Mitglied der Hildegardisschule Bacabal, Sao Luis und die Frei-Alberto-Schule.

1998

Die Partnerschaft zwischen Bacabal und der Hildegardisschule besteht 30 Jahre. Als Jubiläumsgabe werden 400 DM an die Frei-Alberto-Schule in Sao Luis überwiesen, mit denen in Brasilien ein Solarkocher für die Schulspei-sung gekauft werden soll. Insgesamt erwirtschaftet der Solidaritätstag die Rekordsumme von 27.000 DM.

1999

Der brasilianische Pater Airton Freire de Lima ist im September zu Gast. Er berichtet in Informationsveranstaltungen und im Gottesdienst über sein Müllstraßen-Projekt in Arcoverde, 250 Kilometer westlich von Recife. Die Kollekte erbringt 2.000 DM, womit Pater Airton zwei neue Häuser für die Menschen im Müll bauen kann.

Mit Schreiben vom 9.9.1999 teilen die Westfälischen Nachrichten (WN) mit, dass sie das Bacabal-Projekt für ihre diesjährige Weihnachtsspendeaktion angenommen haben. Mit den zu erwartenden Spendengeldern der WN-Leser von circa 100.000 DM will Pater Ewald Dimon die baufälligen Schulkapellen der Frei-Alberto-Schule in Sao Luis renovieren.

2000

Die Spendenaktion der Westfälischen Nachrichten erbringt ein überwältigendes Ergebnis: zusammen mit den Einnahmen vom Solidaritätstag am 20.09.1999 sind Ende Januar 130.000 DM zusammen gekommen, die über die Franziskaner in Werl nach Sao Luis geleitet werden.

2001

Am Solidaritätstag Bacabal werden 40.000 DM eingenommen. 14.000 DM davon spendet Detlef Jöcker, Kinderliedersänger und Inhaber des Verlages ‚Menschenkinder’.  9700 DM  werden erwirtschaftet in der von Heide Spelsberg durchgeführten Aktion des Marmeladen- und Säfteverkaufs. Frau Spelsberg hatte zuvor in Eigenarbeit ein ganzes Jahr hindurch verschiedene Marmeladesorten eingekocht.

2002

Detlev Jöcker spendet 5000 € am Solidaritätstag. Das Geld stammt aus dem Verkaufserlös von Jöckers CD ?Danke, danke für die Sonne“ mit religiösen Kinderliedern. Insgesamt werden dieses Jahr 17 000 € an Pater Reinhard Kellerhoff, den Leiter der Franziskanermission in Werl, überwiesen. Dieses Geld steht nun für die Frei-Alberto-Schule zur Verfügung!

2003

Pater Josef Schlütter stirbt plötzlich und unerwartet bei einem Heimaturlaub.  Unsere Solidarität mit den Menschen in Bacabal besteht weiter. Am 15.12., dem Solidaritätstag, werden 13 000 € erwirtschaftet.

 
Hoch
Erfolgreiche Blutspendeaktion








Bereits zum vierten Mal bestand für die Schülerinnen und Schüler der Hildegardisschule die Möglichkeit zur Blutspende- ein Angebot, das gerne in Anspruch genommen wurde. Bereits im Vorfeld konnten sich die Schülerinnen und Schüler an einer Infowand in der Eingangshalle der Schule über den Ablauf einer Blutspende informieren. Auch in diesem Jahr meldeten sich wieder erfreulich viele Erstspender.
Für die Verpflegung sorgten das "Lenz" und auch das DRK spendierte Schokolade, damit die Spender wieder zu Kräften kommen konnten.









Eva Andreo Garcia, 30.01.2012/Fotos:Astrid Sammtleben


 
Deutsch-Französischer Tag 2012









„Bringt Französisch ins Spiel!“

Dies ist das Thema des diesjährigen Wettbewerbs des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes NRW und des Cornelsen Verlages anlässlich des Deutsch-Französischen Tages 2012.
Im Rahmen dieses Wettbewerbes, der sich an Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Niveaustufen richtet, mussten im Internet verschiedene Aufgaben gelöst werden, für die die Schüler einen Log-in benötigten, der ihnen am Stichtag des Wettbewerbes zur Verfügung stand.
Dabei zeigte es sich, dass manch eine Aufgabe wirklich gute Kenntnisse der französischen Sprache verlangte und dass die Teams eng zusammenarbeiten mussten.
Neben dem reinen Wettbewerb zauberten die Schülerinnen und Schüler noch etwas französisches Flair in die Räume der Hildegardisschule: Es gab leckere Crepes in den Pausen und die betreuenden Lehrerinnen Veronika Lohmann und Vera Brox  bewiesen viel Geduld beim Ansturm auf den Verkaufsstand.




 
 
Eva Andreo Garcia, 27.01.2012

 
Praktikum in Brasilien - Unterstützer gesucht



Hallo, mein Name ist Victoria Edom und ich bin 18 Jahre alt. Ich besuche die 12. Klasse der Hildegardisschule und mache im Sommer ein dreiwöchiges Praktikum an der Frei-Alberto-Schule in Sao Luis in Brasilien. Unsere Schule unterstützt die Frei-Alberto-Schule im Bistum Bacabal  schon einige Zeit und seit dem vorletzten Jahr hat ein/e Schüler/in des Bildungsganges AHR die Möglichkeit, sein/ihr Praktikum dort zu machen. Ich freue mich schon sehr auf die Menschen und die andere Kultur und bin gespannt, wie der Schulalltag dort aussehen wird.
In den drei Wochen, die ich an der Schule verbringe, werde ich mir verschiedene Klassen ansehen, mit den Kindern lernen und spielen und vor allem all meine Erfahrungen in einem Onlineblog festhalten.
Für dieses große Projekt suche ich noch etwas finanzielle Unterstützung, da der Flug nach Brasilien sehr teuer ist.
Weiterlesen...
 
13000 Euro für Bacabal

 

Auch in diesem Jahr kann die Hildegardisschule die Arbeit der Frei-Alberto-Schule im Bistum Bacabal wieder großzügig unterstützen. In diesen Tagen wurden 13.000€ nach Brasilien überwiesen.

 

Ein großer Teil dieses Betrages, 8.000€, wurde am Solidaritätstag durch die vielen Aktionen und Projekte der einzelnen Klassen erwirtschaftet, die restlichen 5.000 € kamen durch Spenden zusammen.

 

Wie uns der Leiter der Frei-Alberto-Schule, Frei Zacharias, mitteilte, ist unsere Hilfe nach wie vor bitter nötig. „Der wirtschaftliche Aufschwung hat nicht alle Schichten und Teile Brasiliens erreicht. Außerdem erhält die Frei-Alberto-Schule in diesem Jahr gar keine staatliche Unterstützung. Die der Schule zugewiesenen Gelder sind im Korruptionssumpf der Stadtverwaltung versunken.“

 

Die Frei-Alberto-Schule bedankt sich ganz herzlich bei den Schülern und Lehrern der Hildegardisschule sowie bei allen Spendern und Förderern des Projektes.

Raphael Leuer, 16.12.2011

 
runter

Scivias Online

Login