Zerstörung und Wiederaufbau in Münster

Das Schloss



Das Schloss wurde von dem Barockmeister Conrad Schlaun geplant. Es wurde zwischen 1769 und 1779 erbaut. Im zweiten Weltkrieg wurde das Schloss komplett zerstört. Es brannte ganz aus. Nur noch die Umfassungswände blieben erhalten. Ab 1946 begann der Wiederaufbau des Schlosses. Die Pläne für das neue Schloss entwarf Wilhelm Rave, ein Provinzialkonservator. Ende des Wiederaufbaus war im Jahre 1954. Der Wiederaufbau kostete circa 2,5 Mio. Reichsmark. Es wurden 1,9 Mio. Mauerziegel, 50 000 Dachziegel, 800 Tonnen Zement, 150 Tonnen Kalk und 1000m² Glas verbaut. Seit dem Wiederaufbau ist das Schloss auch offizieller Sitz der Westfälischen Wilhems-Universität.











Das Bischöfliche Palais



Das Bischöfliche Palais war in typischer Form für Münsters charakteristischen Adelshöfe angelegt. Es wurde erst als Domdechanei und seit 1825 als Bischöfliches Palais genutzt. Der Domdechant Friedrich Christian von Galen gab 1732 den Bau in Auftrag. Das Palais lag am Domplatz und hatte eine hervorragende zentrale Lage. Im Krieg wurde dann auch das Bischöfliche Palais fast komplett zerstört. Übrig geblieben waren nur noch Reste des äußeren Mauerwerks. Alle Reste, unter anderem wertvolle Teile der Innenausstattung, wurden gesammelt, um soviel Anhaltspunkte für einen Wiederaufbau zur Rekonstruktion zu haben. 1949 schloss der Diözesanbaumeister Eberhard-Michael Kleffner die Planungen für das Palais ab. Das Gebäude wurde als Wohnung des Bischof, Dienst- und Geschäftsräume des Generalvikarias sowie für die Wohnung des Generalvikarias genutzt. Die Generalvikaria ist die örtliche Behörde eines Bistums.





Der Prinzipalmarkt


Der Prinzipalmarkt wurde Ende des 12. Jahrhunderts gebaut. Das Hauptmerkmal, der prägende Bogengang, entstand im 13. und 14. Jahrhundert. Seinen Namen bekam der Prinzipalmarkt erst im 17. Jahrhundert. Im 2. Weltkrieg wurde der Prinzipalmarkt bis auf einige Keller und Erdgeschosse zerstört. Außerdem blieben noch ein paar Mauerreste erhalten. Durch Schutt und Trümmer führte nur ein enger Gang durch den Prinzipalmarkt. Die teilweise zerstörten Fachwerkwände wurden massiv erneuert. Die bisher vorhandenen Holzbalken wurden durch Eisenbetondecken ersetzt. Da vorerst nur Keller- , Erd- und 1. Obergeschoss wiederhergestellt wurden, wurde über dem 1. Obergeschoss ein Notdach errichtet, dass mit Ziegeln bedeckt ist. Außerdem wurde für die Vorderfront Werkstein und Kalkputz verwendet. Die Gestaltung erfolgte in Zusammenarbeit mit vielen Architekten und dem städtischen Baupflegeamt. Durch den zwischen 1947 und 1958 erfolgten Wiederaufbau konnte der Prinzipalmarkt seinen Charakter in Form einer historischen Marktlage wahren. Der Prinzipalmarkt wird früher wie heute als Einkaufsstraße genutzt.

 





Quelle:  Niels Gutschow, Regine Stiemer: Dokumentation Wiederaufbau der Stadt Münster 1945-1961, Münster 1982.

Artikel von Marius Stroot, Tom Niermann FOS 12b3, 31.01.2012

 
Hoch
Sehen, Hören, Schmecken-ein bunter Abend an der Hildegardisschule








„ Das war ganz schön hart für die Lehrer“, so lautete der Kommentar eines begeisterten Zuschauers des diesjährigen Theaterprojektes der Hildegardisschule. Passend zum nahenden Schuljahresende wurde den Zuschauern, Lehrern wie Eltern und Schülern der Spiegel vorgehalten und das System Schule kritisch durchleuchtet.

Frei nach dem Roman von Wladimir Tendrjakow, Die Nacht nach der Entlassung, spiegelt das Stück die Pubertätsnöte der Schüler und das empfindliche Zusammenspiel zwischen dem Einzelnen und seiner Gruppe.







Auch in diesem Jahr war das Theaterstück eingebettet in eine Gemeinschaftsveranstaltung der schulformübergreifenden Differenzierungskurse der Schule mit dem Titel „Sehen, Hören, Schmecken“. In der Pause bot der Kurs „Kreatives Kochen“ leckere Tapas an und für den Hörgenuss sorgte das Rock´n Blues Ensemble mit aktuellen Hits.










Eva Andreo Garcia, 11.05.2012

 
Infobörse "Stationäre Jugendhilfe"






Am 8. Mai veranstaltete der Arbeitskreis „Fachschulen für Sozialpädagogik und Einrichtungen der stationären Jugendhilfe“ in der Zeit von 10.00- 16.00 Uhr eine Infobörse mit dem Ziel , Studierenden an Fachschulen der Erzieher/innenausbildung die Möglichkeit zu bieten, sich über das Berufsfeld der stationären Jugendhilfe (auch Heimerziehung genannt) zu informieren. Zu diesem Zweck präsentieren sich sieben Einrichtungen der stationären Jugendhilfe mit ihren Infoständen in der Aula der Hildegardisschule. Darüber hinaus werden spezifische Arbeitsbereiche und Themenfelder  innerhalb der stationären Jugendhilfe in sieben je fünfundvierzigminütigen Workshops vorgestellt, so dass Studierende sowohl das Angebot an Einrichtungen (als Träger der Jugendhilfe und auch als potentielle Arbeitgeber) wie auch die inhaltlichen Themenfelder kennenlernen können Etwa  440  Studierende aus den Standorten mit Fachschulen wie Ahaus, Lüdinghausen, Warendorf, Rheine und aus Münster waren mit ihren 15 Lehrern zu dieser Veranstaltung erschienen. Die beteiligten Einrichtungen nutzten die Gelegenheit, sich und ihr Aufgabenfeld vorzustellen und um zukünftige Fachkräfte zu werben, die den Beruf der Erzieherin/des Erziehers auch abseits vom Kindergarten ausüben möchten.

Der Arbeitskreis „Fachschulen für Sozialpädagogik und Einrichtungen der stationären Jugendhilfe“ ist ein Gremium, das seit ca. zwanzig Jahren versucht, das Arbeitsfeld der stationären Jugendhilfe inhaltlich in der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern zu verankern und eine starke Vernetzung von theoretischer Ausbildung und fachlicher Praxis zu fördern. Im AK haben sich Fachschulen für Sozialpädagogik und Einrichtungen der stationären Jugendhilfe aus dem Münsterland bis hin zur holländischen Grenze und bis ins Sauerland hinein vernetzt.

Andreas Niemeyer/Eva Andreo Garcia, 08.05.2012




 
Politik kann auch spannend sein- Landtagswahl 2012

Wenn es zur großen Pause geklingelt hat und trotzdem zahlreiche Schülerinnen und Schüler noch nicht die Schule verlassen, weil sie in ein interessantes Gespräch mit einem Landtagsabgeordneten verwickelt sind, zeigt das, dass Politik doch spannend sein kann: Zur anstehenden Landtagswahl hatte die Fachkonferenz Politik Vertreter der unterschiedlichen Parteien eingeladen, mit den Schülerinnen und Schüler über Bildungspolitik zu diskutieren. Der Einladung folgten Svenja Schulze (SPD) als amtierende Wissenschaftsministerin sowie Prof.Dr.Dr. Thomas Sternberg (CDU), Gunnar Risse (Grüne), Jörg Berens (FDP) und Rüdiger Sagel (Die Linke) sowie 150 Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe und der Fachschule für Sozialpädagogik. Nachdem die Kandidaten zunächst sich selbst und ihre Standpunkte vorgestellt haben, nutzten die Schülerinnen und Schüler anschließend die Gelegenheit, ihre Fragen zu stellen. Dabei kreisten die Auseinandersetzung vor allem um die Frage nach den Studiengebühren, die von Rot/Grün abgeschafft wurden und die Frage, ob diese eventuell mit einer neuen Regierung wieder eingeführt werden würden. Dies verneinte Sternberg, auch wenn er diese grundsätzlich befürworte, ebenso wie Jörg Berens von der FDP. Ein weiteres Diskussionsthema war die Bereitstellung von Studienplätzen im Anbetracht des kommenden Doppeljahrgangs, die Sinnhaftigkeit des Numerus Clausus sowie der Schulfrieden in NRW. Ein weiterer Themenschwerpunkt war die frühkindliche Erziehung. Für eine gelungene Moderation sorgten Jari Andresen und Sascha Tholen aus der Jahrgangsstufe 12 der AHR.

Eva Andreo Garcia, 03.05.2012








 
Ein ganz besonderer Klassenraum







„Damit etwas an uns erinnert, wenn wir nicht mehr an dieser Schule sind“ lautete die Antwort auf die Frage, warum die Wand des Klassenraums 111 auf besondere Weise gestaltet wurde: In der Mitte der Wand befindet sich das Schullogo „Scivias- Wisse die Wege“ und darum herum die Handabdrücke der Schülerinnen und Schüler der SHO 1 in bunten Farben. Im Kunstunterricht mit Frau Huss entstand diese Art von Klassenraumgestaltung, die die Klasse SHO 1 nun stolz präsentiert.

Eva Andreo Garcia. 26.04.2012

 
runter

Scivias Online

Login