Alter Fischmarkt
Der alte Fischmarkt

Jeder kennt ihn, jeder liebt ihn: Den Alten Fischmarkt in Münster.

Dieser befindet sich zwischen der Lamberti Kirche und dem Bült.
Der alte Fischmarkt ist heute eine der teureren Wohngegenden und hauptsächlich bewohnt von den hiesigen Kaufleuten.

Der alte Fischmarkt früher



Ein erster Beleg für die Existenz des alten Fischmarktes ist im Jahr 1302 zu finden. Er gehört zu den beiden ältesten Märkten der Stadt, wo sich zuvor verschiedenste Händler niederließen. Bis zum Jahre 1774 war der alte Fischmarkt die Straße der Fischverkäufer, denn nur hier war der Verkauf erlaubt. Die sogenannten Fischbänke, auf denen der Fisch verkauft wurde, waren inmitten der Straße aufgebaut. Die Fische waren fast ausschließlich aus der Aa, der Ems, der Stever, der Berkel oder der Werse, also aus Bächen und Flüssen der Umgebung. An diese Zeit erinnerte bis vor einiger Zeit eine Bronzetafel „Heimkehr der Fischer“ von dem Bildhauer Rudolf Breilmann, welche am Haus Alter Fischmarkt 24, das heutige „Schwarze Schaf“ angebracht war.



Nach 1774 wurde der Fischverkauf zum Spiekerhof verlegt, wo zum heutigen Zeitpunkt das Kiepenkerl-Denkmal steht. Der Begriff „Neuer Fischmarkt“ ist jedoch im Laufe der Stadtgeschichte verloren gegangen.

Das nun abgerissene Gebäude der Deutschen Bank wurde 1903 vom westfälischen Bankverein erworben und ersetze das alte Haus durch den bis zu letzten Umbau. Bei Abbruch des Hauses schenkte der Bankverein die Tafelung des Gesellschaftszimmers im Original und die Stuckarbeiten in Abformung dem Landesmuseum für den Raum 17. Die Treppe und einige Türen sind später im Hause Waldeyer Straße 26 eingebaut worden. Im September 1759 wurde Münster bombardiert. Aus Dankbarkeit, dass das Haus vom Brand verschont wurde, stellte der Besitzer des Hauses eine lebensgroße Sandsteinfigur der unbefleckten Empfängnis in das Nebengebäude. Die Figur stammt vermutlich aus dem Jahre 1708, da zu dieser Zeit die Feier des Festes der unbefleckten Empfängnis angeordnet wurde. Im Jahre 1903 wurde die Figur der Stadt vom westfälischen Bankverein geschenkt und erhielt ihren Standort als Leihgabe im Landesmuseum. 1931 wurde die Sandsteinfigur zur Erinnerung an das goldene Priesterjubiläum des Pfarrers Theodor Kochmeyer von Überwasser an der Spiegelturmbrücke auf die damalige Flussgabel gesetzt. Aufgrund von Beschädigungen durch Kriege wurde die Figur ausgebessert und steht heute auf der Aa-Ufermauer vor dem Generalvikariatsgebäude.

Quellen:

Fischer, Detlef: Münster von A-Z, Aschendorff Verlag, 2. Auflage 2004.

Köyer, Clemens: Kennen Sie Münster? 100 Details, Kuriositäten und Kostbarkeiten, Aschendorff Verlag, 2. Auflage 2006.

Humborg, Ludwig: Historischer Bummel durch Münsters Altstadtstraßen, Aschendorff Verlag, 3. Auflage 1973

Carolin Wichmann, Stefanie Kalb HEP-O

Der alte Fischmarkt heute

Wie bereits im vorhergehenden Abschnitt erwähnt stand von 1903 bis 2010 am Anfang des Alten Fischmarktes das Gebäude der Deutschen Bank. Diese wurde in diesem Jahre abgerissen, um neben Ausgrabungen auch dem Bau eines optisch neuen Fischmarktes Platz zu machen.



Bei den Ausgrabungen fanden Archäologen der Stadt Münster dort Überreste aus dem 13. bis 14. Jahrhundert. Auch ein vollständig erhaltenes Rinderskelett war unter den 1000 ans Tageslicht gebrachten Exponaten. Diese geben den Experten einen ziemlich präzisen Einblick in den Alltag der Menschen dieser Zeit.



Doch damit nicht genug. Münster ist Träger einer weiteren Archäologischen Sensation. Wissenschaftler fanden einen Friedhof, welcher noch zur Zeit des Stadtgründers Liudger genutzt wurde und somit gut 1200 Jahre alt ist.



Die Ausgrabungen sollten bis August stattfinden.

Trotz der momentanen Baustelle am Alten Fischmarkt, tummeln sich am Mittwoch, Freitag und Samstag an diesem Ort die Studenten und Feierwütigen der Stadt. Denn am Alten Fischmarkt finden wir stadtbekannten Kneipen, wie den „Bullenkopp“ oder das „schwarze Schaf“. Diese „Party-Magneten“ locken jedes Wochenende Unmengen von Clubgängern an.

Doch schon seit längeren stehen die Bewohner des Alten Fischmarktes im „Streit“ mit dem Ordnungsamt. Beschwerden über laute und pöbelnde Besucher der Lokalitäten und öffentliches urinieren in den Hauseingängen, hinterlassen bei den Bewohnern einen herben Nachgeschmack.



Neben dem nächtlichen Missbrauch kleinerer Gassen, wie z.B. der „Wankelgasse“, beschweren sich die Anwohner auch über die erhöhte Lautstärke und ob man es glaub oder nicht: es wurden auch schön Pärchen bei ihrem Regen Treiben unter einem Fenster beobachtet.

„Jetzt reicht´s“, melden sich die Anwohner und fordern regelmäßige Kontrollgänge des Ordnungsamtes. Doch die Stadt Münster kann nicht mehr als 10 – 12 Kontrollgänge pro Jahr zulassen. Zu groß sei der Personalmangel.

Übrigens: 35 Euro kostet das Wildpinkeln.

Tobias Blasig HEP-O

Der alte Fischmarkt in der Zukunft

Giebelhäuser, Innenhof und Neubau - der Alte Fischmarkt verändert sich zurück zu den Wurzeln.

Die Münsteraner Inverstorenfamilie Lohmann plant am Alten Fischmarkt ein spektakuläres Neubauprojekt. Für 40 Millionen Euro darf das Architekturbüro Pfeiffer, Ellermann, Preckel ihren Siegerentwurf zum Alten Fischmarkt umsetzen.



Der Architekt Jörg Preckel bezeichnet dies Projekt als einen "verspäteten Wiederaufbau", mit dem mehr als sechs Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg das alte Bild wiederhergestellt werden soll.

So soll ein Stück alter Handelsboden neu belebt werden. „Es wird hinter schöner Fassade keine 4000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche geben“, sagt Heinz E. Lohmann aus tiefster Überzeugung. Eine architektonische Provokation oder die versiegelte Blockbebauung des Alten Fischmarkts ist nicht das Ziel der Kaufmannsfamilie Lohmann. Vielmehr gilt es für sie, an einem traditionsreichen Ort einen Akzent zu setzen, solide, qualitätsvoll und in der Umsetzung ohne Hast. Die Immobilien mit einer Nutzfläche von 11.900 Quadratmetern werden nicht verkauft, sondern bleiben auch fest in Familienhand.

Für alle Beteiligten ist das Projekt „Alter Fischmarkt“ ein Stück Wiederaufbau in einem Maßstab, der der Altstadt gerecht wird und der zurück in die Zukunft führt.

Lohmanns Vision, der der Entwurf des Wettbewerbssiegers Pfeiffer, Ellermann und Preckel am meisten entsprach, verliert die Geschichte der historischen Händlerstraße nicht aus den Augen.

Fünf repräsentative Giebelhäuser aus Sandstein und Ziegel, jedes unterschiedlich in der Farbe und Fensterfront, um einen langweiligen Rhythmus zu vermeiden.

Dazu kommt ein charmanter Innenhof, der gastronomisch genutzt werden soll.

„Diese Stadt liegt uns am Herzen“, betont Familie Lohmann, deshalb haben sie auf eine „saubere Integration in das Stadtbild“ wert gelegt. Die Sägezahndächer etwa sollen an bekannte Panoramen wie auf dem Prinzipalmarkt anknüpfen.

So soll auch trotz der sechs Stockwerke des Eckbaus das Wiedertäufer-Symbol Münsters, die Lamberti-Kirche, nicht verstellt werden. Zu diesem Zweck haben die Architekten den Komplex mit einer seitlich abfallenden Fassade versehen.

Das Erdgeschoss und die erste Etage sind für den „gehobenen Einzelhandel“ reserviert, ebenfalls angelehnt an das Beispiel des Prinzipalmarkts. Der Gesamtkomplex „ ist maßstabgerecht“, wie Lohmann betont, der dafür gerade steht, dass im Erdgeschoss nur an kleine, inhabergeführte Geschäfte vermietet wird.

Quellen:
www.alterfischmarkt.de

www.muensterschezeitung.de

Sarah Middendorf FSP-O2



 
Hoch
Sehen, Hören, Schmecken-ein bunter Abend an der Hildegardisschule








„ Das war ganz schön hart für die Lehrer“, so lautete der Kommentar eines begeisterten Zuschauers des diesjährigen Theaterprojektes der Hildegardisschule. Passend zum nahenden Schuljahresende wurde den Zuschauern, Lehrern wie Eltern und Schülern der Spiegel vorgehalten und das System Schule kritisch durchleuchtet.

Frei nach dem Roman von Wladimir Tendrjakow, Die Nacht nach der Entlassung, spiegelt das Stück die Pubertätsnöte der Schüler und das empfindliche Zusammenspiel zwischen dem Einzelnen und seiner Gruppe.







Auch in diesem Jahr war das Theaterstück eingebettet in eine Gemeinschaftsveranstaltung der schulformübergreifenden Differenzierungskurse der Schule mit dem Titel „Sehen, Hören, Schmecken“. In der Pause bot der Kurs „Kreatives Kochen“ leckere Tapas an und für den Hörgenuss sorgte das Rock´n Blues Ensemble mit aktuellen Hits.










Eva Andreo Garcia, 11.05.2012

 
Infobörse "Stationäre Jugendhilfe"






Am 8. Mai veranstaltete der Arbeitskreis „Fachschulen für Sozialpädagogik und Einrichtungen der stationären Jugendhilfe“ in der Zeit von 10.00- 16.00 Uhr eine Infobörse mit dem Ziel , Studierenden an Fachschulen der Erzieher/innenausbildung die Möglichkeit zu bieten, sich über das Berufsfeld der stationären Jugendhilfe (auch Heimerziehung genannt) zu informieren. Zu diesem Zweck präsentieren sich sieben Einrichtungen der stationären Jugendhilfe mit ihren Infoständen in der Aula der Hildegardisschule. Darüber hinaus werden spezifische Arbeitsbereiche und Themenfelder  innerhalb der stationären Jugendhilfe in sieben je fünfundvierzigminütigen Workshops vorgestellt, so dass Studierende sowohl das Angebot an Einrichtungen (als Träger der Jugendhilfe und auch als potentielle Arbeitgeber) wie auch die inhaltlichen Themenfelder kennenlernen können Etwa  440  Studierende aus den Standorten mit Fachschulen wie Ahaus, Lüdinghausen, Warendorf, Rheine und aus Münster waren mit ihren 15 Lehrern zu dieser Veranstaltung erschienen. Die beteiligten Einrichtungen nutzten die Gelegenheit, sich und ihr Aufgabenfeld vorzustellen und um zukünftige Fachkräfte zu werben, die den Beruf der Erzieherin/des Erziehers auch abseits vom Kindergarten ausüben möchten.

Der Arbeitskreis „Fachschulen für Sozialpädagogik und Einrichtungen der stationären Jugendhilfe“ ist ein Gremium, das seit ca. zwanzig Jahren versucht, das Arbeitsfeld der stationären Jugendhilfe inhaltlich in der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern zu verankern und eine starke Vernetzung von theoretischer Ausbildung und fachlicher Praxis zu fördern. Im AK haben sich Fachschulen für Sozialpädagogik und Einrichtungen der stationären Jugendhilfe aus dem Münsterland bis hin zur holländischen Grenze und bis ins Sauerland hinein vernetzt.

Andreas Niemeyer/Eva Andreo Garcia, 08.05.2012




 
Politik kann auch spannend sein- Landtagswahl 2012

Wenn es zur großen Pause geklingelt hat und trotzdem zahlreiche Schülerinnen und Schüler noch nicht die Schule verlassen, weil sie in ein interessantes Gespräch mit einem Landtagsabgeordneten verwickelt sind, zeigt das, dass Politik doch spannend sein kann: Zur anstehenden Landtagswahl hatte die Fachkonferenz Politik Vertreter der unterschiedlichen Parteien eingeladen, mit den Schülerinnen und Schüler über Bildungspolitik zu diskutieren. Der Einladung folgten Svenja Schulze (SPD) als amtierende Wissenschaftsministerin sowie Prof.Dr.Dr. Thomas Sternberg (CDU), Gunnar Risse (Grüne), Jörg Berens (FDP) und Rüdiger Sagel (Die Linke) sowie 150 Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe und der Fachschule für Sozialpädagogik. Nachdem die Kandidaten zunächst sich selbst und ihre Standpunkte vorgestellt haben, nutzten die Schülerinnen und Schüler anschließend die Gelegenheit, ihre Fragen zu stellen. Dabei kreisten die Auseinandersetzung vor allem um die Frage nach den Studiengebühren, die von Rot/Grün abgeschafft wurden und die Frage, ob diese eventuell mit einer neuen Regierung wieder eingeführt werden würden. Dies verneinte Sternberg, auch wenn er diese grundsätzlich befürworte, ebenso wie Jörg Berens von der FDP. Ein weiteres Diskussionsthema war die Bereitstellung von Studienplätzen im Anbetracht des kommenden Doppeljahrgangs, die Sinnhaftigkeit des Numerus Clausus sowie der Schulfrieden in NRW. Ein weiterer Themenschwerpunkt war die frühkindliche Erziehung. Für eine gelungene Moderation sorgten Jari Andresen und Sascha Tholen aus der Jahrgangsstufe 12 der AHR.

Eva Andreo Garcia, 03.05.2012








 
Ein ganz besonderer Klassenraum







„Damit etwas an uns erinnert, wenn wir nicht mehr an dieser Schule sind“ lautete die Antwort auf die Frage, warum die Wand des Klassenraums 111 auf besondere Weise gestaltet wurde: In der Mitte der Wand befindet sich das Schullogo „Scivias- Wisse die Wege“ und darum herum die Handabdrücke der Schülerinnen und Schüler der SHO 1 in bunten Farben. Im Kunstunterricht mit Frau Huss entstand diese Art von Klassenraumgestaltung, die die Klasse SHO 1 nun stolz präsentiert.

Eva Andreo Garcia. 26.04.2012

 
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