Schule lebt

Der Klassen-Blog

von Schülerinnen der FSPO1



Montag, 11.25 Uhr, Männertoiletten

Bei einem zufälligen Gespräch mit einem Schüler unserer Schule stelle ich fest, wie schwer die männlichen Mitschüler es hier doch haben. Er erzählt mir von den Bemühungen, an seinen ersten Tagen in der Hildegardisschule eine Männertoilette zu finden. Da müssen schon manches Mal mehrere Schritte getan und Treppenstufen bezwungen werden, um auf einer Toilettentür ein „H“ zu finden. Das macht frau sich ja gar nicht klar.

Christina

Dienstag, 13.15 Uhr, Hunger

Die sechste Stunde ist beendet. Mein Magen knurrt unaufhörlich. Ich leide.

Heute Morgen war ich noch voller Überzeugung, dass ich nicht viel Appetit haben werde. Ganz sicher nicht. Und jetzt das:

Überall sehe ich Schüler/-innen, die mit einem Brötchen in der Hand vom Bäcker kommen. Scharen von Mitschülern/-innen begegnen mir zufrieden und gesättigt auf ihrem Weg zurück von der Schulmensa. Pizzageruch und Dönerduft wehen von der Straße herüber. Ich fühle mich von essenden Mitmenschen verfolgt.

Pech gehabt! Ich habe weder etwas zu essen noch Geld, um mir etwas zu kaufen. Ich habe nur eins: Hunger!

Eva

Mittwoch, 13.40 Uhr, Tetris

Ich finde es immer wieder spannend zu beobachten, wie viele Autos auf den Innenhof der Schule passen. Heute steht bestimmt wieder eine Lehrerkonferenz an, denn schon seit Mittag beobachtet die ganze Klasse, wie eine autofahrende Lehrkraft nach der anderen versucht, noch in die kleinste Lücke zu gelangen, die sich zwischen den schon eng parkenden Autos auftut. Wir haben einen exklusiven Blick auf das Spektakel, das die Klasse gerne Auto-Tetris nennt. Die Erfahrung lehrt uns, dass die Lehrer/-innen nie über das erste Level hinauskommen werden.

Annafrid

Donnerstag, 7.55 Uhr, Leberwurst

Als ich zur Hildegardisschule kam, hätte ich nie mit Leberwurst in der Gardine gerechnet.

Neulich, als ich in unseren Klassenraum kam, sah ich, wie eine Mitschülerin einer anderen Mitschülerin eine große Packung Leberwurst vom hauseigenen Fleischer mitbrachte. Während unseres Kunstunterrichtes versteckte sie die Leberwurst hinter der Gardine unseres Klassenraums. Als wir zurückkehrten, mussten wir mit Entsetzen feststellen, dass die Klasse, die zwischenzeitlich unseren Klassenraum nutzte, eine wilde Leberwurstorgie gefeiert hatte. Ich stelle soeben fest, dass die Leberwurst der eigentlich orangefarbenen Gardine noch immer einen neuen Farbton verleiht.

Melanie

Freitag, 14.20 Uhr, Platten

Och nee ..., mal wieder hat mein Fahrrad einen Platten. Und das gerade nach Schulschluss. Wie soll ich denn jetzt nach Hause kommen? Was nun? Schieben? Nein, ist zu weit. Luftpumpe von einem anderen Fahrrad borgen? Ja, gute Idee, dann kann ich wenigstens das erste Stück fahren. Nur leider ist es schon nach 14 Uhr und hier stehen nur noch wenige Fahrräder - und natürlich keins mit Luftpumpe (wahrscheinlich genau deshalb, damit sie sich niemand „borgt“). Mist! Was nun?

Ahaa! Das Fahrradgeschäft an der Neubrückenstraße. Das sieht zwar mit der sparsamen Deko irgendwie abschreckend aus, aber die Leute da können auf jeden Fall weiterhelfen.

Denkste! Pech gehabt! Ein Fahrradladen in Münsters Innenstadt, der von 13 bis 15 Uhr Mittagspause macht. Geht’s noch?

Ines






 
Hoch
Sehen, Hören, Schmecken-ein bunter Abend an der Hildegardisschule








„ Das war ganz schön hart für die Lehrer“, so lautete der Kommentar eines begeisterten Zuschauers des diesjährigen Theaterprojektes der Hildegardisschule. Passend zum nahenden Schuljahresende wurde den Zuschauern, Lehrern wie Eltern und Schülern der Spiegel vorgehalten und das System Schule kritisch durchleuchtet.

Frei nach dem Roman von Wladimir Tendrjakow, Die Nacht nach der Entlassung, spiegelt das Stück die Pubertätsnöte der Schüler und das empfindliche Zusammenspiel zwischen dem Einzelnen und seiner Gruppe.







Auch in diesem Jahr war das Theaterstück eingebettet in eine Gemeinschaftsveranstaltung der schulformübergreifenden Differenzierungskurse der Schule mit dem Titel „Sehen, Hören, Schmecken“. In der Pause bot der Kurs „Kreatives Kochen“ leckere Tapas an und für den Hörgenuss sorgte das Rock´n Blues Ensemble mit aktuellen Hits.










Eva Andreo Garcia, 11.05.2012

 
Infobörse "Stationäre Jugendhilfe"






Am 8. Mai veranstaltete der Arbeitskreis „Fachschulen für Sozialpädagogik und Einrichtungen der stationären Jugendhilfe“ in der Zeit von 10.00- 16.00 Uhr eine Infobörse mit dem Ziel , Studierenden an Fachschulen der Erzieher/innenausbildung die Möglichkeit zu bieten, sich über das Berufsfeld der stationären Jugendhilfe (auch Heimerziehung genannt) zu informieren. Zu diesem Zweck präsentieren sich sieben Einrichtungen der stationären Jugendhilfe mit ihren Infoständen in der Aula der Hildegardisschule. Darüber hinaus werden spezifische Arbeitsbereiche und Themenfelder  innerhalb der stationären Jugendhilfe in sieben je fünfundvierzigminütigen Workshops vorgestellt, so dass Studierende sowohl das Angebot an Einrichtungen (als Träger der Jugendhilfe und auch als potentielle Arbeitgeber) wie auch die inhaltlichen Themenfelder kennenlernen können Etwa  440  Studierende aus den Standorten mit Fachschulen wie Ahaus, Lüdinghausen, Warendorf, Rheine und aus Münster waren mit ihren 15 Lehrern zu dieser Veranstaltung erschienen. Die beteiligten Einrichtungen nutzten die Gelegenheit, sich und ihr Aufgabenfeld vorzustellen und um zukünftige Fachkräfte zu werben, die den Beruf der Erzieherin/des Erziehers auch abseits vom Kindergarten ausüben möchten.

Der Arbeitskreis „Fachschulen für Sozialpädagogik und Einrichtungen der stationären Jugendhilfe“ ist ein Gremium, das seit ca. zwanzig Jahren versucht, das Arbeitsfeld der stationären Jugendhilfe inhaltlich in der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern zu verankern und eine starke Vernetzung von theoretischer Ausbildung und fachlicher Praxis zu fördern. Im AK haben sich Fachschulen für Sozialpädagogik und Einrichtungen der stationären Jugendhilfe aus dem Münsterland bis hin zur holländischen Grenze und bis ins Sauerland hinein vernetzt.

Andreas Niemeyer/Eva Andreo Garcia, 08.05.2012




 
Politik kann auch spannend sein- Landtagswahl 2012

Wenn es zur großen Pause geklingelt hat und trotzdem zahlreiche Schülerinnen und Schüler noch nicht die Schule verlassen, weil sie in ein interessantes Gespräch mit einem Landtagsabgeordneten verwickelt sind, zeigt das, dass Politik doch spannend sein kann: Zur anstehenden Landtagswahl hatte die Fachkonferenz Politik Vertreter der unterschiedlichen Parteien eingeladen, mit den Schülerinnen und Schüler über Bildungspolitik zu diskutieren. Der Einladung folgten Svenja Schulze (SPD) als amtierende Wissenschaftsministerin sowie Prof.Dr.Dr. Thomas Sternberg (CDU), Gunnar Risse (Grüne), Jörg Berens (FDP) und Rüdiger Sagel (Die Linke) sowie 150 Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe und der Fachschule für Sozialpädagogik. Nachdem die Kandidaten zunächst sich selbst und ihre Standpunkte vorgestellt haben, nutzten die Schülerinnen und Schüler anschließend die Gelegenheit, ihre Fragen zu stellen. Dabei kreisten die Auseinandersetzung vor allem um die Frage nach den Studiengebühren, die von Rot/Grün abgeschafft wurden und die Frage, ob diese eventuell mit einer neuen Regierung wieder eingeführt werden würden. Dies verneinte Sternberg, auch wenn er diese grundsätzlich befürworte, ebenso wie Jörg Berens von der FDP. Ein weiteres Diskussionsthema war die Bereitstellung von Studienplätzen im Anbetracht des kommenden Doppeljahrgangs, die Sinnhaftigkeit des Numerus Clausus sowie der Schulfrieden in NRW. Ein weiterer Themenschwerpunkt war die frühkindliche Erziehung. Für eine gelungene Moderation sorgten Jari Andresen und Sascha Tholen aus der Jahrgangsstufe 12 der AHR.

Eva Andreo Garcia, 03.05.2012








 
Ein ganz besonderer Klassenraum







„Damit etwas an uns erinnert, wenn wir nicht mehr an dieser Schule sind“ lautete die Antwort auf die Frage, warum die Wand des Klassenraums 111 auf besondere Weise gestaltet wurde: In der Mitte der Wand befindet sich das Schullogo „Scivias- Wisse die Wege“ und darum herum die Handabdrücke der Schülerinnen und Schüler der SHO 1 in bunten Farben. Im Kunstunterricht mit Frau Huss entstand diese Art von Klassenraumgestaltung, die die Klasse SHO 1 nun stolz präsentiert.

Eva Andreo Garcia. 26.04.2012

 
runter

Scivias Online

Login