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Am Dienstag, dem 24.11.09, besuchte Reuven Moskowitz auf Initiative der SV unsere Schule. Reuven Moskowitz, der als Jude 1928 in Rumänien geboren wurde und die Judenverfolgung während der NS-Zeit überlebte, setzt sich seit vielen Jahrzehnten für die Aussöhnung zwischen Israelis und Palästinensern sowie zwischen Juden und Deutschen ein. 1947 wanderte er in Palästina ein und lebt seitdem in Israel. Er ist Mitbegründer des Friedensdorfes Neve Shalom/Wahat al Salam, in dem Juden und Palästinenser ein friedliches Zusammenleben praktizieren. 2001 wurde Reuven Moskowitz mit dem Mount Zion Award und 2003 mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet.
In unserer Schule traf er mit Schülerinnen und Schülern dreier Bildungsgänge zusammen, denen er zunächst in sehr authentischer Weise seine Überzeugung näher brachte, dass Frieden und Sicherheit für ein Volk nicht mit kriegerischen Mitteln zu erreichen sind. Im weiteren Verlauf stellten die Schülerinnen und Schüler interessierte Rückfragen und gewannen einen guten Einblick in die Lebensbedingungen von Palästinensern im Gazastreifen, aber auch in die Gedankengänge israelischer Politiker und großer Teile der israelischen Bevölkerung, die den Einsatz militärischer Gewalt gegenüber den Palästinensern befürworten.
Nach eigener Einschätzung kann Reuven Moskowitz als Mahner für den Frieden im eigenen Land eher wenig erreichen, da seiner Meinung nach der Nationalismus in Israel stärker wird. In diesem Zusammenhang sprach er mit den Schülerinnen und Schülern auch über deren zukünftige Verantwortung dafür, dass die Deutschen, trotz ihrer Geschichte, deutlich Stellung beziehen zu dem Unrecht, das dem palästinensischen Volk von Israel widerfährt.
Zum Abschluss spielte Reuven Moskowitz noch einige Stücke auf seiner Mundharmonika vor und wurde anschließend von der SV im Namen der Schülerschaft sehr herzlich verabschiedet. Reuven Moskowitz sagte den Schülerinnen und Schülern, dass er die Atmosphäre in der Hildegardisschule als besonders angenehm empfinde und sich über ein erneutes Wiedersehen freuen würde.
Walter Schmetz, 30.11.09
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