
| Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr besucht die Hildegardisschule |
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„Es hat mir Spaß gemacht“, so lauten die Schlussworte des Bundesgesundheitsministers Daniel Bahr am Dienstag nach einer angeregten Diskussion mit Schülerinnen und Schülern der Berufsfachschule für Sozialhelfer. Entstanden ist der Kontakt zum Minister im Anschluss an eine Reflexion mit Schulseelsorger Norbert Nientiedt über die Erfahrungen der Schüler im Rahmen ihres Pflegepraktikums. Neben überwiegend positiven Erlebnissen gab es auch einzelne Missstände, die die Schülerinnen belasteten. Im Rahmen des Gesprächs mit Norbert Nientiedt entstand der Gedanke, doch einmal das Gespräch mit dem Bundesgesundheitsminister zu suchen und ihn zu fragen, was man gegen einzelne Probleme in der Pflege tun könne. So wandte sich Norbert Nientiedt an das Ministerium und jetzt war der Minister tatsächlich da, um einen Dialog mit den Sozialhelfern zu führen. Er verknüpfte diesen auch noch mit der Eröffnung der Ausstellung „Ein neuer Blick auf die Pflege“, die als Wanderausstellung konzipiert ist und in Schulen über den Pflegeberuf informieren und für ihn werben will. Im Gesprächskreis berichteten die Sozialhelfer über ihre Erfahrungen im Praktikum und wiesen dabei auf einzelne Missstände hin wie Sedierung der Heimbewohner durch Medikamentenüberdosierung, Minutenpflege und Stress durch zu wenig Zeit und zu viel Organisation. Minister Bahr machte deutlich, dass es sicher schlechte Heime gebe, aber dass die Mehrheit der Heime gute Arbeit leiste, die auch sehr stark von den Leitern im Heim abhinge und vom Personal. Er berichtete auch über die Einführung des Pflege-TÜV zur Verbesserung der Qualität. Dabei warb Daniel Bahr intensiv für die Ausübung der Pflege- und Gesundheitsberufe, für die er einen großen Bedarf in der Zukunft sieht. Abschließend zeigten sich die Schüler sehr zufrieden mit der Veranstaltung und äußerten Verständnis, dafür, dass ein Minister nicht alle seine Wünsche sofort in die Tat umsetzen könne, da ein Politiker nicht nur sein eigenes Aufgabengebiet sehen müsse, sondern alle anderen auch. Eva Andreo Garcia (12.10.2011) |