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In Münster landen jährlich über 2.000 Radler nach Unfällen in Krankenhäusern. Auch viele Schüler der Hildegardisschule fahren täglich mit dem Rad zur Schule und/oder freuen über den frisch erworbenen Führerschein. Durch die Kampagne „Verantwortung und Emotion“ werden die jungen Fahranfänger für mögliche Gefahren im Straßenverkehr sensibilisiert und unmittelbar mit den Folgen eines Unfalls konfrontiert. Denn auch sie müssen sich die Frage stellen: Passieren die vielen Unfälle wirklich immer nur den Anderen?!
Die realitätsnahe Simulation eines Fahrradunfalls sollte viele der Fahranfänger nachhaltig aufrütteln:
Ein Mädchen liegt unter ihrem Fahrrad auf der Straße, sie ist schwer verletzt und blutet stark. Ein Auto steht zerbeult daneben, der Fahrer ist alkoholisiert. Doch zum Glück beobachten rund 130 Schüler der Hildegardisschule das Geschehen und werden damit zu Unfallzeugen. Sie können nun das richtige Verhalten als Ersthelfer an der Unfallstelle unter Beweis stellen: erfolgreich wird die Unfallstelle abgesichert, der Notruf getätigt und das Opfer fachmännisch versorgt bis mit Blaulicht die Polizei und der Rettungswagen eintreffen. Die anschließende Aufnahme der „schwer verletzen Patientin“ in den Schockraum der Uniklinik wird den Schülern anschaulich in einem Hörsaal illustriert. 12 Ärzte und Pfleger stellen ihre Aufgabenbereiche im Schockraum vor und zeigen die Erstversorgung der in Lebensgefahr schwebenden Patientin im Krankenhaus. Die Ärzte, Pfleger und Polizisten untermalen ihre Tätigkeit mit bewegenden persönlichen Berichten.
Für alle Teilnehmer der AHR12a eine nachhaltig beeindruckende Veranstaltung - hier einige Auszüge:
„Schockierend, wie viele Unfälle täglich auf Münsters Straßen passieren…“
„Eine sehr interessante, realitätsnahe Darstellung eines Unfallszenarios, bei dem wir Schüler live mitwirken konnten.“
„Eines der Erlebnisse, die man immer im Gedächtnis behalten wird.“
„Unglaublich -der Unterschied in der Geschwindigkeit von 50km/h zu 70km/h kann Leben retten!“
„Ich werde in Zukunft nun wohl mehr auf den Verkehr achten…“
„Jetzt ist mir vieles klarer...“
„Man sollte mit Vorsicht und Bedacht im Straßenverkehr unterwegs sein!“
„Sehr emotional…bei den persönlichen Berichten hatte ich einen ziemlichen Kloß im Hals“
„Die Veranstaltung hat mich einerseits über Gefahren aufgeklärt und zweitens auch ziemlich geschockt.“
„Mich hat das alles sehr nachdenklich gestimmt.“
„Hut ab - weiter so!“
S. Hiltmann, 11.10.2011
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