
| Das Glaubensmemory der SH O1 |
Projekt: GLAUBENSMEMORYDie Ausbildung im Bildungsgang der Sozialhelfer sieht vor, dass auch der theoretische Unterricht (z.B. der Religionsunterricht ) praxisnah und an Lernsituationen angeknüpft erfolgen soll.Die Schülerinnen und Schüler der Sozialhelfer Oberstufe 1 hatten im Pflegepraktikum die Möglichkeit, mit dementiell veränderten Menschen, Erfahrungen zu sammeln. Sie erlebten dabei, dass es den Bewohnern des jeweiligen Pflegeheims leichter fiel, Langzeiterinnerungen abzurufen, als sich an die Dinge zu erinnern, die nicht lang her sind. Im Religionsunterricht wurde den Schülern deutlich, dass gerade religiöse Langzeiterfahrungen (z. B. Erstkommunion, Firmung, Trauung etc. ) bei den älteren Menschen positiv besetzt sind. Zusammen mit unserem Religionslehrer, Herr Nientiedt, kamen wir so auf die Idee, ein Glaubensmemory zu erstellen, welches genau auf diese Erfahrungen abzielt. Die Symbole, die diese Erfahrungen verkörpern ( Kreuz, Monstranz Bibel, Tabernakel etc.. ), wurden zunächst im Unterricht besprochen; alles weitere geschah mit großem Engagement und wurde mit Freude durchgeführt. Die Schüler fotografierten in der Stadt bzw. in den Kirchen die Symbole. Diese Fotos wurden danach laminiert und auf großflächig ausgesägte Holzplättchen geklebt. Die Holztafeln und der ?Memorykasten? wurden danach - im Beisein einer Journalistin der WN ? (s. Anlage) mit viel Liebe ausgesägt, gefeilt und lackiert. Auf der Seniorenseite der WN wurde in der folgenden Woche darüber berichtet. Eine andere Gruppe der Klasse formulierte die Spielanleitung und überlegte sich hierzu, welche Aspekte im Hinblick auf die eventuelle Demenzerkrankung berücksichtigt werden müssen. Einige Tage später fuhr die gesamte Klasse mit ihrem Religionslehrer zum Altenwohnheim Casa Mauritz, wo wir dem Personal und den Bewohnern unser Projekt vorstellten und als Geschenk übergaben. Die Freude und das Echo waren riesengroß. Einige Schülerinnen aus der Klasse spielten nach der Übergabe ein paar Runden mit den Bewohnerinnen. Bereits hier konnte man die ersten Reaktionen beobachten, die unsere Vermutungen aus dem Unterricht bestätigten. Eine katholische Heimbewohnerin erklärte einer evangelischen Mitbewohnerin, was eine Monstranz ist und welche schönen Erinnerungen sie damit verbindet. Nach und nach tauschten die Mitspieler ihre Erinnerungen untereinander aus. Das hiermit verbundene Gehirnjogging, die gesteigerte Kommunikation untereinander, vor allem aber die Freude über die schönen Erinnerungen sind ein Ergebnis unseres Glaubensmemorys. Weitere Informationen zu unserem Projekt finden sich unter: http://www.kick-muenster.de/index.php?id=393 Jeannine Altefrohne, Jasmina Apel, Jana Mattauch, Sophia-Marie Brandherm, Filipa da Silva Campos, Denise Dubiel, Shaun Fitzpatrick, Katharina Friesen, Maren Gerdes, , Svenja Jaspert, , Lisa Koch, , Jasmin Koziol, , Mareike Krumminga, Norbert Nientiedt, , Rahel Niessing, , Dominique Antje Petersen, Carina Preun, , Sibel Rösner, Victoria Schoenau, Sascha Thole, Melina Voß, Eva-Maria Westhues, Sanserey Wiesweg |