
| Hildegardisschule kooperiert mit der Fachhochschule Münster |
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Ressourcen sparen im Rahmen der Nahrungszubereitung
„Ich hätte nie gedacht, dass man beim Kochen soviel Energie sparen kann“, staunt Anja. „Und das man bei der Herstellung von tiefgekühlten Pommes frites so viel CO2 produziert, das ist ja echt erschreckend“, ergänzt Lena. Die beiden Schülerinnen besuchen die Unterstufe der Sozialhelferklassen an der Hildegardisschule. Gemeinsam mit ihren Mitschülern und Mitschülerinnen haben sie – passend zur Thematik der Weltklimakonferenz in Kopenhagen – an einem Projekt des Fachbereichs der Oecotrophologie der Fachhochschule Münster teilgenommen. Im Mittelpunkt des Projektes, das von drei Studentinnen erarbeitet wurde, standen verschiedene Möglichkeiten zur Einsparung von Ressourcen im hauswirtschaftlichen Praxisunterricht. Eine Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit der CO2-Produktion bei der Herstellung pflanzlicher Lebensmittel. So belastet ein in der Region produzierter Apfel mit einem Gewicht von 200 g die Umwelt mit einem CO2-Ausstoß von 16 g, während ein aus Neuseeland per Schiff importierter Apfel eine CO2-Belastung von 100 g verursacht. Extrem belastet wird die Umwelt bei der Herstellung von 1 Kilogramm tiefgekühlter Pommes frites, die gerade bei jungen Menschen besonders „angesagt“ sind: Hier ergibt sich ein CO2-Fußabdruck von 6000 g, während frische Kartoffeln der Region nur mit 200 g CO2 zu Buche schlagen. Die zweite Arbeitsgruppe verglich den Energieverbrauch beim Kochen von Gemüse und Kartoffeln in Kochtöpfen mit und ohne Deckel. Die Studentin Gesine Harms vermittelte den Schülerinnen und Schülern eindrucksvoll, dass man hochgerechnet auf ein Jahr und bei einem Strompreis von 0,24 Euro pro kW/h beim Kochen von Kartoffeln oder Gemüse ca. 80 Euro sparen kann. „Das reicht ja glatt für ‘ne Markenjeans“, staunten die Schülerinnen und Schüler, die zuvor eifrig den Stromverbrauch mit Hilfe von Messgeräten ermittelt hatten. An einer weiteren Station beschäftigten sich die Projektteilnehmer mit der sachgerechten Dosierung von Spülmitteln und Spülmittelkonzentraten sowie deren Kennzeichnung, zum Beispiel mit der Euro-Blume. Am Ende des Projekttages wurden die gewonnenen Erkenntnisse unmittelbar in die Praxis umgesetzt. So entstand aus dem gegarten Gemüse und den Kartoffeln aus der Region ein leckerer Auflauf, der gemeinsam verzehrt wurde. „Ein interessantes Projekt“, resümierten die Teilnehmer abschließend und versprachen, zukünftig den Aspekt der Nachhaltigkeit stärker in der Fachpraxis zu berücksichtigen und aktiv CO2 und Energie einzusparen. |